Weitermachen

24. Mai 2009

Darauf also muss ich mich einstellen: die rheumaähnlichen Schmerzen, in Händen und Armen seit der Jugend mich begleitend, haben nun auch meine Füße und Beine ergriffen. Während ich diese neue Entwicklung zu verarbeiten suche, steigt die Erinnerung an den kürzlichen Besuch auf dem Berliner Dorotheenfriedhof hoch. Mein Freund Udo Blum hatte mich dort an das Grab Herbert Marcuses geführt. Außer dem Namen nur ein Wort auf dem schlichten Grabstein:”weitermachen“.

Der Demokratie-Pilgerweg 2009 nahm eine ungewolltes Ende, die Pläne für die Pilgerwege 2011 und 2013 werden fraglich. Die Form, einen Karren übers Land zu ziehen, werde ich wohl nicht beibehalten können. Gute Resonanz aber fanden die Anfragen und Impulse zur Reflektion. Beidseitig bereichernde Gespräche wurden damit ausgelöst. Nun gilt es kreativ neue Wege und Formen zu finden, die solche Resonanz hervorrufen.
Verbunden mit den vielen Querdenkern in den Regionen werde ich weitermachen.

denk!bare Herausforderungen

23. Mai 2009

Es ist Verfassungstag.
Über TV verfolge die Wahl zum Bundespräsidenten. Die oft rhetorischen Schablonen von Politikern und Journalisten werden wohltuend unterbrochen von unprofessionellen, ehrlichen Statements gekürter Wahlfrauen und -männern. Lies den Rest des Artikels »

Abbruch der Pilgerweges

23. Mai 2009

“Bruder Esel” zeigt sich störrisch. Dem rechten Knie tat die Entlastung durch die Werkstatttage spürbar gut. Die neuen Etappen zum Niederrhein verliefen schmerzfrei. Schmerzlos waren auch die unschönen Belastungsspuren am linken Bein. Schwellungen von Wade bis Knöchel zeigten sich an den Abenden. Sie wurden täglich deutlicher und erzwangen größere Pausen. Lies den Rest des Artikels »

Chancen für die Demokratie-Evolution

19. Mai 2009

Schon in den ersten 10 Tagen zeichnet sich Hoffnungsvolles ab. Die Evolution zu echter Demokratie hat Chancen bei den Bürgern. Nicht, dass plötzlich Parteien mehr Zulauf hätten, wie es deren Führer gern sähen. Wohl aber ist eine Besinnung darüber spürbar, mit welchem Schaden individuell als auch fürs Gemeinwohl wir unsere Zurückhaltung bezahlen. Zuviel haben wir den vorgeblichen Eliten in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft überlassen. Vertrauensvoll die einen, resignativ-ohnmächtig andere – die Lasten haben alle zu schultern, mit Ausnahme der, die das Habgiersystem zu eigenem Vorteil ausnutzten. Bürger werden wieder einmal zu Bürgen gemacht, wenn sie den bislang Mächtigen das Spiel überlassen. Hinter berechtigtem Zorn entdecke ich neue Bereitschaft, sich ins Spiel zu bringen, da wo es den eigenen Lebensraum betrifft. Das unentgeltliche, zivilgesellschaftliche Engagement von über 23 Millionen Mitbürgern liefert unter dem Stichwort „Ehrenamt“ deutliche Belege. Auch die nächste Phase entwickelt sich bereits.

cimg3807Aus den Erfahrungen des Engagements das Verbindende suchen, über die Rahmenbedingungen dieses Tuns nachzudenken und die Gestaltung dieser Rahmenbedingungen eigenen Gewährsleuten zu übertragen. Partei- und Verbandshonoratioren können abgelöst werden durch rückgekoppelte Vertrauensleute. Wie beim Demokratie-Pilgerweg ist es auch bei der Entwicklung der Demokratie: Schritt für Schritt, bei ethisch akzeptablem Ziel mit kraftvoller Ausdauer die Etappen erreichen.

Zeichen des Zuspruchs

19. Mai 2009

Schnell muß es gehen von A nach B. Zwischen den Orten Radler, Motorrad- oder Autofahrer, selten ein Fußgänger. Doch immer wieder geschieht es: Fahrer verringern ihr Tempo, um einen besseren Blick auf das seltsame Gespann zu erhaschen. Vom Auto her deutlich lesbar sind der Schriftzug www.demokratie-pilgerweg.de sowie der Hinweis „Wie immer ist es das Volk, dass den Karren . . . zieht!“. Radler können einiges mehr erkennen.
Klingeln, Hupen, ein freundliches Kopfnicken und immer wieder ein aufgereckter Daumen signalisieren Zustimmung, Grundidee angekommen.

Zwei für Mehr Demokratie

19. Mai 2009

pilgerweg-004Zwei Radler wissen aus dem Internet vom Demokratie-Pilgerweg. Als Quelle diente Mehr-Demokratie e.V. Auch Ihnen erscheint es wirksamer Impulse zum Nachdenken zu geben als Klagelieder anzustimmen. Sie kennen sich aus hinter den Kulissen unseres Wohlstandes, haben praktische, mehrjährige Erfahrungen mit Hartz IV und minderbezahlter Arbeit.
pilgerweg-0031Zur Wertschätzung der Hartz-Empfänger geben sie einen Hinweis auf einen Münchner Medizinprofessor der die Idee vorbrachte, solche Personen sollten sich als Organspender einbringen. Wohl wissen sie, dass derartige Perversitäten in den verschiedenen Armutsregionen unserer Erde praktiziert werden. Erschreckend war für sie, dass Mitarbeiter deutscher Sozialämter diese Idee ernsthaft in einem Internet-Forum diskutiert hätten.
Nun sind sie auf dem Weg zum Anwalt, der für ihre Sozialrechte streitet. Gegenseitig wünschen wir uns viel Erfolg.

Eine verratene Stadt?

19. Mai 2009

Nachtquartier unter den Arkaden der Berufschule. Diesen Platz hatte mir am späten Abend ein seinen Hund gassiführender Passant empfohlen. Wettergeschützt seien die Arkaden ein beliebter Platz für Menschen auf Trebe. Die schöne alte Stadt Geldern verpasse leider den Anschluss an die Moderne, glaubt dieser Herr. Die Politiker seien dabei, die Stadtinteressen zu verraten. Lies den Rest des Artikels »

Klare Grenzen in Europa

18. Mai 2009

Auf der Wanderkarte muss man schon genau hinschauen, um die Grenzlinien zu entdecken. Auf der Landstraße zeigen Schilder den Wechsel des Hoheitsgebietes an. Umgewidmete Bauten ehemaliger Zollanlagen lassen Bilder früherer Kontrollen aufkommen.
Nur noch Spuren der Grenzen, grenzenloses Europa? Lies den Rest des Artikels »

Die Macht Mariens?

18. Mai 2009

dscf10451Ein Radler hält an, ob er lesen dürfe, was da so am Karren geschrieben stehe. Aber natürlich, das sei der Zweck der Folien. Alfred Martens aus Kevelaer ist auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier. Ob ich wüßte, dass ich auf historisch holländischen Boden wandere? Vor etwa 300 m hätte ich mit dem Flüsschen Niers die frühere Grenze zwischen Holland und Preussen überschritten. Erst 1830 sei dieser Landstrich deutsch geworden. An der Nordwestgrenze des Gelderlandes sei zu Zeiten des 30jährigen Krieges auf katholischem Boden ein Ort gegründet worden, um die „abgefallenen Glaubensbrüder“ wieder zu bekehren. Dieser Ort ist Kevelaer – Wallfahrtsort aus Kalkül?

Auf den Weg der Wallfahrer

18. Mai 2009

Seit der Reeser Schanze ziehe ich auf dem Wallfahrtweg nach Kevelaer. Die immer wieder gestellte Frage: “Warum Pilgerweg?” habe ich häufig beantwortet. Nun spüre ich, das ich meine Antwort selbst noch einmal überprüfen muss.

pilgerweg-019So nehme ich statt Goch (wie vorgesehen) Kevelaer zum Etappenziel, nutze die Chance solcher Prüfung. Lies den Rest des Artikels »